Alles rund um die Nachtspeicherheizung

Die wichtigsten drei Punkte in Kürze

billiger Heizstrom durch Niedertarif
platzsparend und günstig in der Anschaffung
kein Schornstein, Brennkessel oder Lagerraum für Brennstoffe erforderlich

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Die Nachtspeicherheizung ist eine Elektroheizung, die einen Wärmespeicher besitzt. Dieser wird über den Niedertarifstrom gespeist, der meistens in der Nacht (manchmal auch am Nachmittag) von den Stromanbietern zu einem besonders günstigen Preis angeboten wird. In dieser Zeit speichert die Heizung die Energie und gibt sie tagsüber in Form von Wärme ab. Ihren Namen erhielt die Nachtspeicherheizung deshalb daher, dass die erzeugte Wärme in den Nachtstunden gespeichert und dann im Verlaufe des Tages verwendet wird.

Für den Betrieb der Nachtspeicherheizung bedarf es zwei verschiedener Zähler beim Endkunden, einmal ein normaler Stromzähler für den Hochtarif/Tagstrom und ein anderer für den Niedertarif/Nachtstrom. Die Umschaltung zwischen beiden Tarifen und Stromarten wird vom Stromanbieter übernommen, meist durch eine Tonfrequenz oder über Zeitschaltuhren im Hauptverteilerkasten.

Besonders in den 1960 und 1970 war diese Form der Wohnraumbeheizung sehr populär, da die Stromanbieter ein Überangebot von Strom hatten und diesen in den schwachen Zeiten, also nachts, zu günstigen Preisen abgeben konnten. So waren die Stromnetzt gleichmäßig und konstant ausgelastet. Auch die Ölkrise führte zu einer Verstärkung der Nachfrage, denn Strom als Energiequelle versprach eine Unabhängigkeit vom Ölmarkt und den schwankenden Preisen.

Warum ist eine Nachtspeicherheizung interessant?

Nachtspeicherheizung
Nachtspeicherheizung

Der dazu verwendeten Nachtstrom ist günstiger als derjenige, welcher tagsüber in Form von Wärme gespeichert wird. Durch die Abrechnung eines Stromtarifes für die Nacht lassen sich so die Verbrauchskosten über den Monat oder das ganze Jahr gerechnet erheblich senken. Dazu wird der Stromtarif einfach bedarfsgerecht umgeschaltet.

Die Umschaltung kann entweder aktiv durch den Stromnetzbetreiber oder aber durch eine Zeitsteuerung im Zähler erfolgen. Der Stromzähler muss also mit zwei Zählwerken ausgestattet sein, damit der Heizstrom effektiv genutzt werden kann. Unterschieden wird dabei zwischen einem Niedertarif und einem Hochtarif.

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Welche Arten von Nachtspeicherheizungen gibt es?

Die verschiedenen Nachtspeicherheizungen unterscheiden sich ausschließlich durch ihre Speicherart. Generell gilt für alle diese Heizungen aber, dass sie elektrisch betrieben sind, wärmeisoliert und Formsteine als Wärmespeicher enthalten, die über einen hohen Magnesit Gehalt verfügen. Magnesit ist temperaturbeständig bis 3000 Grad und wird zum Beispiel auch zur Auskleidung von Schmelzöfen verwendet.
Die unterschiedlichen Arten bei der Nachtspeicherheizung (auch oftmals als Nachtspeicherofen bezeichnet) im Einzelnen sind:

Zimmerofen, oder auch Einzelspeichergerät genannt

In den Speichersteinen befinden sich Heizschleifen und am Gerät selbst ein Gebläse. Über ein Thermostat ist das Gebläse gekoppelt und fördert die Raumluft durch das erhitzte Steinpaket. Die Ladesteuerung kann die Aufladung der Steine an die Außentemperatur anpassen. Die Erwärmung des Raumes erfolgt einerseits über die Wärmestrahlung und zum anderen über die Konvektion. Der Speicherkern kann Temperaturen bis zu 650 Grad Celsius erreichen und die Wärme für einige Stunden speichern.

Feststoff-Zentralspeicher für die Warmwasserzentralheizung

Angeschlossen an eine Zentralheizung erfolgt hier das gleiche Prinzip wie bei dem Zimmerofen. Jedoch ist im Zentralspeicher ein Luft-Wasser-Gemisch enthalten, dass die in den Luftkanälen erwärmte Luft durch in die Speichersteine führt und ihnen dabei die Wärme entzieht. Beim Durchgang durch den Wärmeüberträger erwärmt sich das Wasser der Zentralheizung und wird dann mittels einer Umwälzpumpe in das gesamte Gebäude verteilt und zum Wärmeüberträger zurückgeführt.

Fußboden Nachtspeicherheizung, elektrisch betrieben

Normalerweise fließt durch die Fußbodenheizung warmes Wasser um diese aufzuheizen. Aber bei dieser Variante der Nachtspeicherheizung werden Widerstandsdrähte verlegt, die in Matten verschweißt sind und den Estrich aufwärmen. Dafür werden mehrere Schichten unterschiedlichen Materials zur Dämmung und Wärmeleitung über und unter den Estrich verarbeitet. Der Speicherestrich gibt permanent die Wärme ab, jedoch ist diese morgens am höchsten und nimmt im Laufe des Tages ab. Die Wärme kann nicht individuell reguliert werden und auch die Menge der Wärme, die abgegeben wird, ist nicht steuerbar.

Gesetzte Kachel-Nachtspeicheröfen

Hier strahlen die Kacheln und geben die Wärme an die Raumluft ab. Diese Öfen wurden vor allem in den 50 er und 60 er Jahren gebaut. Ein Kachelofen wird gesetzt und der Elektriker verlegt im Inneren die Speichersteine und verkabelt diese mit der Steuerung und den Heizelementen. Gegenüber fertig gelieferten Öfen, geben die gesetzten die Wärme gleichmäßiger ab, da sie größer sind und eine größere Fläche aufweisen. Daher muss auch der Untergrund für die Belastung geeignet sein. Bei gutem Einbau und richtiger Berechnung der Größe ist pro Stockwerk oder pro Wohnung nur ein Ofen notwendig.

Wasserspeicher für Brauchwasser

Für den Tagesbedarf einer Familie ausgelegt, erhitzt sich der Brauchwasserspeicher auf die vorgestellte Temperatur und ist über ein Thermostat regulierbar. In den Niederstromtarifzeiten heizt das Gerät das Wasser auf und ist dann tagsüber verfügbar.

Wasserspeicher als Heizungswarmwasserspeicher

Anstatt Öl Kessel oder Öltank wird der Warmwasserspeicher über Nacht mithilfe von Strom aufgewärmt und kann dann tagsüber die Zentralheizung, vorzugsweise eine Niedertemperaturheizung, versorgen.

Wie funktioniert eine Nachtspeicherheizung?

Wie schon bei den unterschiedlichen Arten beschrieben, erfolgt die Speicherung von Energie zu einer festgelegten Zeit, meistens nachts über den Niederstromtarif. Die Speichersteine oder Wasser im Inneren nehmen die elektrisch erzeugte Wärme auf und geben dieses dann steuerbar oder nicht wieder an die Raumluft ab. Es gibt folgende Bauarten:
Statische Abgabe der Wärme nur über die Strahlung
Dynamische Wärmeabgabe bei Bedarf über einen Ventilator
Statisch und Dynamisch als Kombination: Die Wärme wird abgestrahlt und bei Bedarf noch über einen Ventilator an die Raumluft abgegeben. Diese Bauart ist die am weitesten verbreitete bei den Nachtspeicheröfen.
Als Konvektion befindet sich ein Zwischenraum im Ofen und an der Ober- und Unterseite sind verschließbare Öffnungen. Die kühlere Luft erwärmt sich in dem Zwischenraum und steigt dann nach oben.
Als reine Strahlungswärme ohne Staubaufwirbelung gibt es noch die Bauart, dass sich zwischen Speicherkern und den Kacheln ein Zwischenraum befindet und bei Bedarf ein Ventilator heiße Luft von den Speichersteinen an die Kacheln bläst.

Betrieb einer Nachtspeicherheizung

In der Regel ist der Betrieb einer solchen Nachtspeicherheizungsanlage weitestgehend störungsfrei. Diese Wartungsarmut ist ebenfalls ein guter Grund über eine Anschaffung oder einen Austausch nachzudenken. Die Geräte wurden gerade in den letzten Jahren nochmals entscheidend technisch verbessert und den neuesten Erfordernissen an Umwelt und Nachhaltigkeit angepasst.

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Vorteile einer Nachtspeicherheizung

Vorbehalte gegen den Betrieb von Nachtspeicherheizungen in den eigenen vier Wänden sind also unbegründet. Für deren Betrieb ist darüber hinaus kein Schornstein erforderlich, weshalb auch der Besuch des Schornsteinfegers entfällt. Vor dem Hintergrund immer weiter ansteigender Gebühren für den Schornsteinfeger ebenfalls über das Jahr gerechnet ein gutes Einsparpotenzial. In der Wohnung oder auch im Büro nehmen Nachtspeicherheizungen nur erstaunlich wenig Raum in Anspruch, sie sind also durchaus sehr platzsparend. Der Heizstrom zum Betrieb von Nachtspeicherheizungen benötigt auch keine zusätzlichen Anschlüsse, keinen Heizkessel und auch keinen Lagerraum für Brennstoffe.

Diese Art des modernen Heizens ist bestens auch geeignet für Räumlichkeiten oder Gebäudeteile, welche nur temporär beheizt werden sollen. Gerade hier ergeben sich durch den Nachtstrom Tarif erhebliche Einsparpotenziale. Durch die Effizienzsteigerung modernerer Modelle können sich die CO2 Bilanzen von Nachtspeichergeräten durchaus sehen lassen.

Am besten im Nachtstromtarif verwenden

Für den Betrieb sollte stets ein Nachtstromtarif genutzt werden, damit die Effizienz auch wirklich gegeben ist und die Kosten gering gehalten werden können. Diese Nachtstromtarife sind jedoch immer noch nicht flächendeckend bundesweit verfügbar, dieser wichtige Aspekt sollte also vor einer Anschaffung auf jeden Fall abgeklärt werden. Gebäude, in denen Nachtspeicherheizungen installiert werden, sollten zudem sehr gut wärmegedämmt sein. Ist dies nicht der Fall, raten Experten von der Installation von Nachtspeicherheizungen ab.

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Kalkulation und Kosten einer Nachtspeicherheizung

Auch wenn der Ölpreis stets sehr hoch ist, Strom ist eine sehr teure Energiequelle und daher muss die Nachtspeicherheizung sehr gut kalkuliert werden und die Kosten für Anschaffung und Betrieb gut abgewogen werden.
Bei einem typischen Einfamilienhaus geht man von ca. 150 Quadratmeter Wohnfläche aus. Nimmt man zur Berechnung den bei den Stromanbietern verfügbaren günstigen Nachtstrom dann benötigt man ca. 4.000 Euro, um das Haus ein Jahr lang mit einer Nachtspeicherheizung zu wärmen. In einer klassischen Mietwohnung mit 70 Quadratmeter Wohnfläche fallen ca. 1.760 Euro Heizkosten an. Bei dieser Berechnung ist der Wirkungsgrad des Heizkessels mit 85% berücksichtigt und der Grundtarif für den Nachtstrom.

Wieviel Watt soll eine Nachtspeicherheizung haben?

Je nach Isolierung der Räume geht man bei einer durchschnittlichen Raumhöhe von 2,5 Meter von folgenden Wattzahlen aus: (nicht vollständige Liste, dient als Orientierung)

Wohnraum, Altbau, 110 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Wohnraum, Neubau, 80 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Wohnraum, Fertighaus, 70 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Wohnraum, Niedrigenergiehaus, 45 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Schlafzimmer, Altbau, 80 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Schlafzimmer, Neubau, 65 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Schlafzimmer, Fertighaus, 60 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche
Schlafzimmer, Niedrigenergiehaus, 40 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche

Was verbraucht eine Nachtspeicherheizung?

Der Verbrauch hängt maßgeblich von der Aufladezeit der Heizung ab, die bei einer Nachtspeicheranlage vom Energieversorger und seinen Vorschriften abhängt. Daneben ist auch die Bauart wichtig, für die Berechnung des Verbrauchs. In der Regel sind vorgesehen 8 bis 10 Stunden Aufladezeit in der Zeit von etwa 20 Uhr bis 6 Uhr morgens.

Was kostet eine Nachtspeicherheizung im Monat?

Die folgende Tabelle gibt eine kurze Übersicht und dient der Orientierung:
Heizleistung 1000 Watt, Heizdauer pro Tag 3 Stunden, ergibt Stromverbrauch von 3kWh pro Tag und 0,60 € Stromkosten pro Tag und 18 € Stromkosten pro Monat.
Heizleistung 2000 Watt, Heizdauer pro Tag 3 Stunden, ergibt Stromverbrauch von 6kWh pro Tag und 1,20 € Stromkosten pro Tag und 36 € Stromkosten pro Monat.
Heizleistung 3000 Watt, Heizdauer pro Tag 3 Stunden, ergibt Stromverbrauch von 9kWh pro Tag und 1,80 € Stromkosten pro Tag und 54 € Stromkosten pro Monat.

Wann lohnt sich eine Nachtspeicherheizung?

Wenn auf einen plötzlichen Kälteeinbruch sehr schnell reagiert werden muss oder soll, dann lohnt sich die Anschaffung einer Nachtspeicherheizung. Auch in Gebäuden, wo es keinen Kellerraum für das Aufstellen von Tanks oder Heizanlage vorhanden ist, ist die Nachtspeicherheizung eine lohnende Alternative. Auch in hochwassergefährdeten Gebieten bietet diese Heizungsart eine Möglichkeit der Wohnraumbeheizung.

Welche Nachtspeicherheizung ist die sparsamste?

Um den Wärmebedarf für den nächsten Tag klug und damit sparsam zu planen, sollte die Heizung einen Außentemperaturfühler besitzen, der die erforderliche Wärmemenge für den nächsten Tag automatisch einschätzen kann. Die Auflade Steuerung schaltet die Aufladung dann ab.
Die Aufladezeit der Heizung sollte unbedingt zum günstigsten verfügbaren Tarif des Stromanbieters stattfinden. Das Aufladen am Tag bietet zwar die Möglichkeit des Nachheizens bei einem Temperatursturz, bedeutet aber auch, die Nutzung des deutlich teureren Tagstroms.
Ein Raumthermostat an der Wand im zu beheizenden Raum vergleicht immer die tatsächliche Temperatur mit dem Sollwert. So wird ein Überheizen des Raumes verhindert und das spart Energie und Kosten.
Das Beachten der Bedienungsanleitung der Nachtspeicheröfen kann ebenfalls Einsparpotentiale aufdecken. Es empfiehlt sich, die Angaben des Herstellers und seine Bedienungshinweise ausführlich zu lesen und zu beachten.
Auch das Überprüfen der Aufladesteuerung in regelmäßigen Abständen von einem Fachbetrieb kann Kosten reduzieren.
Beachten Sie die Raumtemperaturen, die für die Wintermonate empfohlen werden:

Wohnbereich: 20 bis 21 Grad
Küche und Schlafzimmer: 17 Grad
Bei Abwesenheit am Tag reichen 15 Grad

Wann schaltet man eine Nachtspeicherheizung am besten ein?

Wenn sich die Wetterverhältnisse ändern und gutes Wetter kommt, dann sollten Sie berücksichtigen, dass die Heizung die aufgenommene Wärme bis zu drei Tage speichern kann. Also empfiehlt sich das rechtzeitige Abschalten der Heizung. Im Allgemeinen läuft die Heizung ab dem Morgen und sorgt für kuschelige Wärme direkt nach dem Aufstehen. Mit jeder Stunde mehr Betrieb nimmt auch die Wärmeleistung ab, da die Speichersteine an Kraft verlieren. Die Heizung benötigt eine Vorlaufzeit, sprich die Aufladung in der Nacht. Das ad-hoc Anschalten macht nur Sinn, wenn sich noch genügend Wärme in den Speichersteinen befindet.

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Was ist besser: Nachtspeicherheizung oder Infrarotheizung?

Generell kann man sagen, dass die Energieeffizienz beider Heizungsarten fast gleich ist. Dies haben unterschiedliche neutrale Studien deutlich gezeigt. Infrarotheizungen können nicht auf den günstigen Tarif des Nachtstroms zurückgreifen, was ein Nachteil gegenüber den Nachtspeicheröfen ist. Hochwertige Modelle an Infrarotheizungen haben eine intelligente Regeltechnik, welche dafür sorgt, dass sie laut den Herstellern deutlich sparsamer sein sollen als die Nachtspeicheröfen. Bei Infrarotheizungen wird der Raum direkt warm, denn sie strahlen die Wärme direkt ab. Je nach Bauart bei einer Nachtspeicherheizung wird die Strahlungswärme mit Konvektion kombiniert, was das Aufwärmen eines Raumes etwas verzögern kann.

Welche Nachtspeicherheizung ist empfehlenswert?

Bei der Anschaffung einer neuen Nachtspeicherheizung oder dem Austausch der bestehenden sollten Sie wie bei allen Elektrogeräten vor allem auf die Sicherheit achten. Das freiwillige Zertifikat GS für geprüfte Sicherheit zeigt an, dass der Hersteller sich einer freiwilligen Überprüfung zur Sicherheit bei Betrieb seiner Heizungen unterzogen hat. Außerdem muss jede Nachtspeicherheizung das CE Kennzeichen trage, das besagt, dass dieses Produkt in den Europäischen Wirtschaftsraum eingeführt werden darf. Es ist eine Pflichtkennzeichnung.
Außerdem ist nach dem neuesten ElektroG, dem Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten, der Hersteller zur Rücknahme der Nachtspeicherheizung verpflichtet. Daher müssen alle neueren Modelle das WEEE Zeichen tragen.

Installation und Bedienung einer Nachtspeicherheizung

Wer installiert eine Nachtspeicherheizung?

Für den Anschluss einer Nachtspeicherheizung wird eine Elektrofachkraft benötigt. Von dem Anschluss eines oder mehrere Nachtspeicheröfen in Eigenregie werden dringend abgeraten. Die Fachkraft schließt nicht nur alles sicher und fachgerecht an, sondern gibt dem Kunden auch eine Bescheinigung darüber. Und diese kann im Falle eines Schadens, zum Beispiel durch Kabelbrand, für die Versicherung sehr wichtig sein. Außerdem muss jeder Vermieter die elektrische Sicherheit der Nachtspeicheröfen alle vier Jahre prüfen lassen.
4.2 Was muss man bei der Installation einer Nachtspeicherheizung beachten?

Bei der Installation ist generell zu beachten, dass sich der Nachtspeicherofen in das bestehende Heiz- und Steuerungssystem integrieren lassen muss, sofern bereits vorhanden. Es muss unbedingt genügend Abstand zu Möbeln und brennbaren Stoffen eingehalten werden, denn es besteht auf Grund der hohen Oberflächentemperatur eine erhöhte Brandgefahr Außerdem müssen die üblicherweise an den Öfen angebrachten Vorrichtungen zum Umfallschutz korrekt montiert werden.

Welches Kabel braucht man für eine Nachtspeicherheizung?

Für den Anschluss des Nachtspeicherofens wird ein 5-ädriges Kabel benötigt. Für den Anschluss von Thermostaten und Reglern sind je nach Modell und Hersteller andere Kabel notwendig. Die Angabe, welche Kabel wo benötigt werden, finden Sie in der jeweiligen Montageanleitung des Herstellers. Es empfiehlt sich, diese Information vor dem Kauf einzuholen, um abschätzen zu können, ob Kabelleitungen komplett neu verlegt werden müssen oder an bestehende Kabel angeschlossen werden kann.

Wie bedient man eine Nachtspeicherheizung?

Die richtige Bedienung einer Nachtspeicherheizung kann effektiv die Betriebskosten reduzieren und ist daher sehr wichtig. Die Bedienungsanleitung der neuen Heizung sollte unbedingt ausführlich vor der ersten Inbetriebnahme gelesen werden. Sie enthält neben den Standardanweisungen auch Tipps für den sparsamen und richtigen Gebrauch sowie zur Sicherheit bei der Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie dem Betrieb.
Am Nachtspeicherofen befinden sich zwei Einstellräder, die regeln, wie stark sich die Heizung in der Nacht aufladen soll. An der Wand befindet sich eine weitere Einstellmöglichkeit, in Form eines Reglers. Hier kann festgelegt werden, wie stark der Nachtspeicherofen die Wärme an den zu beheizenden Raum abgeben soll. Auch der Lüfter kann über den Regler im Bedarfsfall hinzugeschaltet werden.
Sollte das komplette Gebäude mit Elektroheizungen beheizt werden, dann muss ein Starkstromanschluss vorhanden sein, denn die Anschlussleistung muss entsprechend hoch sein. Diesen Anschluss darf ebenfalls nur die Elektrofachkraft vornehmen.

Wo und wie entsorgt man eine Nachtspeicherheizung?

Da in einigen Modellen geringe Mengen Asbest verbaut worden sind oder sich Giftstoffe in den Speichersteinen befinden, darf die Nachtspeicherheizung nur über zertifizierte Entsorgungsbetriebe entsorgt werden. Die Art der Entsorgung richtet sich also nach dem Typ der Heizung, der vorliegt. Je nach Schadstoffbelastung mit Asbest und Chromat muss das Gerät zum Sondermüll. Ist kein Typenschild mehr am Gerät vorhanden, dann kann der Energieversorger unter Umständen helfen. Viele von ihnen führen Listen aller hergestellten Typen und können eine Aussage zum Gerät machen.

Ist ein Typenschild am Gerät angebracht, dann kann man sich mit der konkreten Gerätenummer an den Hersteller wenden und recherchieren lassen, zu welcher Baureihe das Gerät gehört. Der Hersteller wiederum kann dann sagen, ob er in diese Baureihe Schadstoffe verbaut hat oder nicht. Einige Modellreihen wurden bis in die 80 er Jahre mit asbesthaltigen Materialien verbaut. Es gab aber kein gesetzlich festgelegtes Datum, ab wann die Hersteller nur noch schadstofffreie Nachtspeicheröfen herstellen durften, daher ist dies je nach Hersteller unterschiedlich. Gesetzlich verboten waren die Herstellung und Verwendung von Asbest aber in Deutschland ab 1993 und EU-weit seit 2005.

Die Nachtspeicheröfen, die mit Schadstoffen belastet sind, müssen auch schon vom zertifizierten Entsorger ausgebaut werden. Denn Bereits beim Ausbau kann das Asbest in die Atemluft gelangen. Aber nicht nur Asbest kann im Gerät verbaut sein. Auch künstliche Mineralfasern KMF und krebserregendes PCP können in manchen Modellen enthalten sein.
Die Entsorgung muss nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe stattfinden, denn sie gelten als Sondermüll und sind zusätzlich gesundheitsgefährdend.
Bei schadstofffreien Nachtspeicheröfen kann die Entsorgung über den regionalen Bauhof/Recyclinghof stattfinden. Die Steine jedoch sind mineralische Baustoffe und gehören in den Bauschutt. Stromleitungen müssen ebenfalls fachgerecht und sicher entsorgt werden. Für die Demontage und die Entsorgung ist das Gewicht der Öfen zu berücksichtigen, welches bei 80 bis 250 Kilo pro Gerät liegen kann.

Nachtspeicherheizung: Tipps, Tricks und Infos

Was Unterschied zwischen einer Elektroheizung und einer Nachtspeicherheizung?

Eine Nachtspeicherheizung ist eine Elektroheizung, denn als Energiequelle wird Strom verwendet. Der einzige Unterschied besteht in der vergünstigten Nutzung der Nachtspeicherheizung über den Nachttarif, während die herkömmliche Elektroheizung den normalen Tagstrom und damit den normalen Strompreis benötigt.

Welche Stromanbieter eignen sich für eine Nachtspeicherheizung am besten?

Per Gesetz sind die Stromanbieter nicht mehr gesetzlich gezwungen, einen günstigen Niedrigstromtarif anzubieten. Das Gesetz trat 2007 in Kraft. Auf Grund der effizienten Heizsysteme, wurden viele Nachtspeicherheizungen ausgebaut und die Nachfrage sank stark. Daher haben nur noch wenige Stromanbieter diesen doppelten Stromtarif im Angebot. Vor der Anschaffung einer Nachtspeicherheizung sollten sich Kunden also auf jeden Fall bei ihren derzeitigen Energieversorgern danach erkunden.

Ist eine Nachtspeicherheizung erlaubt?

Das von der großen Koalition veranlasste Verbot von Nachtspeicherheizungen wurde bereits im Mai des Jahres 2013 wieder aufgehoben, sodass jetzt viele Verbraucher von den technisch ausgereiften Nachtspeicherheizungen profitieren können. In der Anschaffung gilt die Nachtspeicherheizung im Vergleich zu anderen Möglichkeiten des Heizens immer noch als günstig. Das trifft aber auch auf die Installation zu, die ebenfalls im Vergleich zu anderen Modellen weitaus günstiger ausfällt.

Was hat es mit dem Verbot von Nachtspeicherheizung auf sich?

Eigentlich hatte die Bundesregierung ab dem Jahr 2020 ein Verbot von Nachtspeicheröfen umgesetzt. Es sollte für alle Gebäude mit mehr als 5 Wohneinheiten angewendet werden. Dieses Verbot wurde jedoch im Jahr 2013 wieder zurückgenommen, denn man war inzwischen der Meinung, dass die Geräte als Speichermedium für ökologisch erzeugten Strom genutzt werden kann.

Wie sieht die Zukunft der Nachtspeicherheizung aus?

Die Elektroheizungen können auf lange Sicht durchaus wieder eine sinnvollen Alternative zu den herkömmlichen Konvektionsheizungen werden, denn auch in den nächsten Jahren ist ein Überschuss an Strom zu erwarten. Dieser kann zum Beispiel aus der Windenergie oder aus Photovoltaik-Anlagen kommen. Diese beiden regenerativen Energiequellen sollen laut der Bundesregierung bis zum Jahr 2025 immerhin schon 45 % der Stromerzeugung versorgen.

Fazit: Das Wichtigste in Kürze

Eine Nachtspeicherheizung ist eigentlich ein Heizsystem, das längst durch effektivere Heizmethoden und technische Neuerung überholt wurde. Jedoch gibt es noch immer Situationen und bauliche Gegebenheiten, bei denen sie die einzige Möglichkeit einer Wohnraumbeheizung darstellt. Dies gilt etwa in Hochwassergebieten und in Gebäuden ohne Platz für einen Kesseln und die Heizungsanlage im Keller.
Der vergünstigte Nachtstromtarif steht nicht mehr flächendeckend zur Verfügung. Im Jahr 2016 wurde vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen mit diesen Geräten geheizt. Entsprechend finden sich auch dort zahlreiche Energieanbieter mit diesem Doppeltarif im Angebot.
Für den Betrieb der Nachtspeicherheizungen werden zwei Zähler benötigt. Einer für den Tagstrom und einer für den Nachtstrom. Das bedeutet auch, dass zwei Grundgebühren an den Stromanbieter bezahlt werden müssen.
Obwohl die Nachtspeicherheizungen der letzten Baujahre in ihrer Effizienz deutlich verbessert wurden, hat sich die Bundesregierung ursprünglich für einen Verbot in Gebäuden mit mehr als 5 Wohneinheiten ausgesprochen. Dieses Gesetz wurde jedoch im Jahr 2013 wieder zurückgenommen, denn für die Zukunft sieht man ein großes Potential an Speichermedien für Strom aus nachhaltigen Energiequellen wie Wind oder Sonne.
Moderne Technologie hat dazu geführt, dass die Geräte eine höhere Wärmeausbeute besitzen als noch vor wenigen Jahren. Intelligente Regelmechanismen und die automatische Aufladekontrolle sorgen für niedrige Energiekosten.
Für ältere Geräte muss bei der Entsorgung unbedingt auf das Typenschild geschaut werden. Hieraus ergibt sich nach Recherche im Internet, auf kostenpflichtigen Webseiten oder beim Hersteller direkt, die Aussage, ob das Gerät schadstofffrei ist oder nicht. Sollte es mit Schadstoffen belastet sein, so muss sowohl der Ausbau als auch die Entsorgung vom zertifizierten Entsorgungsbetrieb durchgeführt werden.